A4C

#1
Hallo,
ich habe mir die Bedingungen für den A4C Ride (4 Ecken von Österreich) angeschaut und mal eine mögliche Route ausgearbeitet. Aber das ist wirklich eine dicke Nuss! Der hohe Landstraßenanteil von über 40% und die Tempolimits (außerorts 100, Autobahnen tagsüber 130, nachts 110) sorgt nach meiner Kalkulation für eine reine Fahrzeit von etwa 21 Stunden. Tank-, Foto- und Ruhepausen sind noch nicht mit dabei.
Ich bin auf andere Kalkulationen gespannt, und vor allem dann auf die ersten Berichte...
 
#2
Hallo!

Sollte ja auch eine dicke Nuss werden.
Wie Du schreibst, hast Du ja noch 2Std und 50 Minuten Zeit für Allfälliges und es bleiben Dir noch 10 Minuten Sicherheitsreserve,
das reicht doch, oder?
Du solltest Dein Augenmerk auf den nördlichsten Punkt legen, der hats in sich.
LG
 
#3
Ich habe diesen Ride auch mit allen denkbaren Startpunkten sowie im und gegen den Uhrzeigersinn durchkalkuliert. Komme etwa zum gleichen Schluß wie Rubber Duck. Das klappt bestenfalls dann, wenn ich einen Tag aufs Rauchen verzichte. Auch darf kein größerer Convoy dazwischen kommen;)
 
#5
In der Übersicht IBA Germany Rides ist der A4C nicht als Extreme Ride gekennzeichnet. Aber ich schätze den insgesamt als herausfordernder als den 4Corners ein.
Rüdiger, hast Du den A4C schon gefahren oder hast Du ihn mit erarbeitet, oder kennst Du den nördlichsten Punkt?
Nach dem was ich mit Google Maps recherchiere, ist die Etappe hin zum nördlichsten Punkt bzw. weiter zum Nächsten sehr anspruchsvoll, weil der Anteil an Kleinkleckerstraßen recht hoch ist. Aber finden und rankommen tut man recht gut, muss vielleicht 50 oder 100m laufen. Da soll der östlichste Punkt der 4Corners deutlich mehr abverlangen...
 
#7
Hallo!
Ich kenne alle Punkte des A4C, habe ihn mit Ausnahme der Strecke Innsbruck -westlichster Punk gefahren.
Teilstrecken habe ich mehrmals gefahren.
Der nördlichste Punkt ist fahrerisch keine Herausforderung aber wenn man noch nicht dort war sollte man
diesen Punkt bei Tageslicht anfahren. Es gibt in dieser Gegend nichts außer viel Gegend und finsteren Wald.
Die Strecke östlichster Punkt über nördlichsten Punkt nach Linz sind keine Herausforderung, die Strecke ist sehr gut ausgebaut.
Erstes Problem ist eher Strecke Linz Mittelpunkt Österreich nach Salzburg.
Zweites Problem könnte Linz oder Salzburg zur Stoßzeit sein.
Aber eins ist schon klar mit einer brutto Fahrzeit von 23 Std 45 min muss gerechnet werden, Durchschnittsgeschwindigkeit 75 km/h.
 
#8
Hmm, macht man das eigentlich, seine ausgedachte Planung zur Diskussion stellen, oder ist das bei den hiesigen Gepflogenheiten persönliches Geheimnis?
 
#9
Hmm, macht man das eigentlich, seine ausgedachte Planung zur Diskussion stellen, oder ist das bei den hiesigen Gepflogenheiten persönliches Geheimnis?
Das hält jeder eben wie er will. Ist jedenfalls nicht verboten.
Also, ab und an bin ich mal nach einer schnellen Route gefragt worden. Mache daraus kein Geheimnis.
Kann man natürlich auch anders sehen ;)
 
#10
Hallo Rubber- Duck!
Du hast mich gefragt und ich habe Dir geantwortet.
Ob Du Deine Strecke zur Diskussion stellst oder nicht, ist Deine Sache.
Meine Routen die ich fahre werden hier mit Sicherheit nicht diskutiert.
Wenn ich einen Ride fahre erfährt man es erst, wenn ich ihn habe, auf der IBA Seite.
Über meine Rides und Strecken gebe ich aber an jeden der es wissen will Auskunft , jedoch nur im persönlichem Gespräch.
Bei meinen bescheidenen Rides ist das ja nicht viel Diskussion.
 
#13
Rüdiger schrieb:
Meine Routen die ich fahre werden hier mit Sicherheit nicht diskutiert.
Wenn ich einen Ride fahre erfährt man es erst, wenn ich ihn habe, auf der IBA Seite.

Jawoll, so muß das sein; vorher also null Komma Josef - habe die Ehre;)
 

GEM16

Active Member
#14
Hallo Gemeinde,
rein interessehalber eine Frage an die österreichischen Insider zum östlichsten Punkt: Mit verstärkten Kontrollen an der grünen Grenze ist nicht zu rechnen? Der Punkt liegt ja praktisch auf der "Balkanroute" und die Zufahrt erfolgt ein kleines Stück durch Ungarn.

Bitte Info - viele Grüße von ganz unten in der oberen Pfalz
 
Last edited:
#15
Hallo!
Bei diesem Punkt machen verstärkte Kontrollen kein Problem.
Die Straße führt direkt entlang der Grenze die Einmündung zum östlichsten Punkt befindet sich ca. 10m auf ungarischem Gebiet.
Wenn Du die Ungarn nicht magst biege einfach vor dem Gebüsch ab und fahre den sehr schlechten Weg auf österreichischer Seite,
hast dann aber ca. 10m weniger Gesamtwegstrecke.

LG
 

XBRJo

Premier Member
#16
Hi Rüdiger, Rubber Duck,
weil ich die Österreicher so mag will ich am Samstag den Ride A4C angehen!
(wg Österreicher: bitte meine österreichische Freundin ROSWITHA in NY unterstützen mit einer Spende für Ihre CD: http://www.pledgemusic.com/projects/healing-the-world-one-song-at-a-time )

Scheint, ich bin der erste?
Ich bin nicht sicher, ob das am Samstag ein guter Termin ist wg Gewitteransage....
Ich seh mich schon bei Hagel und Blitzschlag nachts im Wald rumlaufen und auf Rüdiger schimpfen... ;-)​

Zur Planung, klar will ich nix über meinen ride verraten.., aber ein bischen Erfahrungsaustausch schadet doch nicht...
21,20 h zwischen den Punkten, ich hatte dann noch die Probs die geforderten 1650 km zusammen zu bekommen, hab aber jetzt eine Lösung für mich...

Bin jetzt aufgrund der Kommentare unsicher geworden, Frage:
Eigentlich wollte ich den nördlichsten Punkt von Österreich aus anfahren, aber wenn ich mir alles so anschaue und höre, dann geht das gar nicht, weil man von Österreich aus über einen unbebrückten Bach muß? (bei dem Regen ist der Bach voll...?)

Auch am östlichsten Punkt ist auf den Karten so ein Bacherl zu sehen, das ein Problem werden könnte, viel Zeit zum Suchen ist ja nicht...

Wenn ich mir Rüdigers Beitrag anschaue, dann eher um Österreich drum herum?
Eigentlich wollte ich Grenzübertritte vermeiden.... Ned dass mi ona daschieasst....

baba
Jo
 

Manfred

Active Member
#17
Hallo Jo,

Bin jetzt aufgrund der Kommentare unsicher geworden, Frage:
Eigentlich wollte ich den nördlichsten Punkt von Österreich aus anfahren, aber wenn ich mir alles so anschaue und höre, dann geht das gar nicht, weil man von Österreich aus über einen unbebrückten Bach muß? (bei dem Regen ist der Bach voll...?)
Es ist über Österreich möglich, den nördlichsten Punkt ohne nasse Füsse zu erreichen, da das Bacherl der "Grenzfluss" ist.
Ohne Dir jetzt die "Freude am Suchen" nehmen zu wollen:
Achte auf die gelben Hinweisschilder (eigentlich für Wanderer, weniger für Motorradfahrer gedacht).
Kleiner Tipp:
Versuche so weit wie möglich mit dem Motorrad zu fahren.
Ich hatte Schiss und habe es zu früh (noch auf der asphaltierten Strasse) stehen gelassen (bis zum Reisighaufen zu fahren ist bei Trockenheit möglich).
Die Zeit mein Radl wieder zu finden überstieg die Suche nach dem Schei**stein...
Oder Du merkst Dir die GPS-Koordinaten Deines Fahrzeuges...

Ich wünsche Dir gutes Gelingen - Manfred
 
#18
Scheint, ich bin der erste?
Weiß nicht, viele verraten sich frühestens hinterher. Manche genießen auch still, dass sie es geschafft haben, und warten ob sie jemand in der Hall of Fame entdeckt ;-)
Auf jeden Fall bist du vor mir dran. Ob ich es dieses Jahr angehen kann, ist ein fettes Fragezeichen. Zu all den beruflichen und ehrenamtlichen Fehlzeiten nochmal zwei, drei Tage weg sein von der Familie ist kaum mehr machbar...

Was mich noch gedanklich bewegt: Der Landstraßenanteil ist zwischen Linz, Nordpunkt und Ostpunkt sehr hoch. Damit auch die Wildwechselgefahr bei Nacht, richtig? Aber irgend was muss man bei Nacht fahren. Landstraßen, Pässe, Serpentinen bekomme ich nicht alle ins Tageslicht verteilt.
Warum haben die Österreicher bloß keine Mitternachtssonne... :-\

Fahr gut, Jo, und komm heil wieder. Nass ist egal, das trocknet wieder ;-)
 

Manfred

Active Member
#19
Hallo Rubber-Duck,
Damit auch die Wildwechselgefahr bei Nacht, richtig?
Naja, der Hirsch hat 2m, die Fahrbahn ca. 5m, der Hirsch hat demnach gute Chancen nicht von Dir erwischt zu werden. ;)

Was mich noch gedanklich bewegt: Der Landstraßenanteil ist zwischen Linz, Nordpunkt und Ostpunkt sehr hoch. Aber irgend was muss man bei Nacht fahren. Landstraßen, Pässe, Serpentinen bekomme ich nicht alle ins Tageslicht verteilt.
Warum haben die Österreicher bloß keine Mitternachtssonne... :-\
Was mich gedanklich bewegt:
Der Weg vom westlichsten Punkt nach Imst ist ein Flaschenhals ohne vernünftige Ausweichstrecke im Falle einer Sperre durch Unfall.
Muss ich tatsächlich über den Gerlos Pass d'rüber?
Wirklich finster ist es ja nur zwischen ca. 21:30 und ca. 4:30.
Die Verkehrsdichte zwischen Linz über Nord nach ca. Stockerau ist am späten Mittag nicht sehr hoch - kA wie's ein paar Stunden später ausschaut (wahrscheinlich wird es dann in der Gegenrichtung stauen...).
Am südlichsten Punkt in der Dämmerung noch 'runter zu kommen, wäre kein Fehler...

Jetzt sollte das Ganze nur noch unter einen Hut gebracht werden...
 

ferreus

Premier Member
#20
Lieber Rüdiger, zu erst meinen ganz herzlichen Dank an Dich für diesen Ride, einfach genial ... ich bin ihn von Mittwoch 22.06. auf Donnerstag 23.06. gefahren. Und meine Dicke links knistert immer noch freudig in der Garage vor sich hin.

Für alle noch Unentschlossenen: Fahrt ihn, er ist geiler als der 4Corner, weil ein wahnsinnig hoher Anteil an kleinsten Straßen drin ist. Ich hatte am Schluss 20 Minuten "Luft" bei echten 1650 km (hoffentlich sehen das die Juroren auch so ... ;)) Aber mir hat mein liebes, nettes, blödes und widerspenstiges GARMIN drei Mal einen Streich gespielt, ich kenn jetzt z.B. auch auf 10 km Länge die Autobahnzubringer der Slowakei und dazu kilometerlange staubige Schotterpisten. Der ganze Navigationsstress hat geschätzt sinnlose 45 Minuten gekostet, also hatte ich eigentlich eine Stunde Luft. Aber ich rauche nicht und Pausen brauche ich auch nicht.

Ein Tipp für alle Interessenten: Ich bin um 21.00 Uhr in Feldkirch gestartet, über Nacht bis zum "Mittelpunkt der Erde", den Südlichsten Punkt in den frühen Morgenstunden und habe in der ganzen Zeit mehr oder weniger kein Auto gesehen, die Pässe gehörten mir. Die notwendige Umfahrung von Wien und die Tankerei in Lienz waren zur besten Geschäftszeit kein Problem, ich bin nicht einmal gestanden. Ach ja, und der Arlbergtunnel ist nachts wegen Renovierung gesperrt, gibt im Dunkeln eine herrlich entspannte Kurverei über der Arlbergpass.

Und jetzt noch eine Massage an Rüdiger: Sie, Deine österreichischen Politiker oder die Eidgenossen haben Dir Dein ganz persönliches "Grenzschild" geklaut, an dieser Stelle sind Österreicher und Schweizer ein gemeinsames Volk geworden. ;) Der Schilderwald auf Deinem Foto sieht jetzt etwas anders aus, aber das Grenzerhäuschen am anderen Ufer steht ja zum Glück noch.

Jetzt genug, habt alle Euren Spaß mit dieser Tour

Ob der Ride von den strengen Herren anerkannt wird, werde ich sehen. Ich habe meine Unterlagen noch nicht bearbeitet. Dass ist aber nach den Erlebnissen fast nebensächlich, na ja ... :)

Allzeit gute Fahrt und bis demnächst

Jörg