Ein etwas anderer Butt?

#1
Hi,
Langstreckenfahrten find ich schon was tolles, aber irgendwie sagt mir das viele Kilometerschrubben auf Autobahnen nicht so zu. Und auf Landstraßen einen Butt zu fahren ist ziemlich aussichtslos...

Dabei sind es gerade Landstraßen und Nebenstrecken, die total schön sind und prädestiniert für Motorräder.

Kann man sich da nicht einen Butt ausdenken, der mit deutlich weniger Kilometer oder Meilen auskommt, bei dem aber Autobahnen und ähnlich ausgebaute Fernstraßen konsequent gemieden werden müssen? Nachprüfbar wäre so was z.B. durch einen GPS-Tracker.
 
#2
Ich bin schon einen SS1600 mit eine 24 PS Maschine gefahren und es waren ca.700 km Landstraße und 1000 km Autobahn.

Planung ist alles!


Aber, Fahr doch mal den „Belgian Beer Ride“, da gibt es jeder Menge Landstraße.
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#3
Wurde diskutiert, aber verworfen. GPS Tracks können manipuliert werden.

Wie Roman sagt, der Belgian Beer Ride ist ein guter Start.

Und wenn es etwas härter sein soll...Jetzt gibt es doch den Austria 4C!
 

Scott Miller

An American in Europe
Premier Member
#5
Den 16/24 hab ich noch nicht gemacht, aber 22h zu brauchen würde ich denken ist nicht schlecht. Es ist ja nicht ein Rennen. ...Was hasst Du denn während die übrigen zwei Stunden gemacht? o_O

Letztes Jahr hab ich zwei 24 Stunden-Rides gemacht (Belgian Beer und BBG2500k) wo ich sehr nah an 24h gekommen bin. Für meine Komfort-Zone ein bisschen zu nah, aber trotzdem erfolgreich.

Ich kann auch das Belgian Beer ride empfehlen - nur nicht im schlechten Wetter.

Wie Roman gesagt hat, "Planung, ist alles"
 
#6
Moin,

na ja, so abwägig finde ich die Idee von rubber-duck gar nicht...
Eine anspruchsvolle Route ohne Autobahn hätte doch was!
Dann würde ich es auch mit meiner 21PS starken MZ probieren.
Nur selbst eine SS 1600 wäre ohne Autobahn nur sehr schwer.
Und längere Zeit jenseits von 120km/h mag eine Zweitakter nun überhaupt nicht.

VG

Reiner
 

Scott Miller

An American in Europe
Premier Member
#7
Moin,

Und längere Zeit jenseits von 120km/h mag eine Zweitakter nun überhaupt nicht.

VG

Reiner
Kommt auf den Zweitakter an. Ich hab über diesen "Suter500" vor kurzem gelesen:

"We offer 195hp @ 13’000 rpm with an astonishing weight of 127kg for 120‘000 Swiss Francs. Maximum speeds in excess of 310 km/h are then in the hands of the pilot …" :eek: Link: http://suter500.com/buyers-choice/
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#8
"We offer 195hp @ 13’000 rpm with an astonishing weight of 127kg for 120‘000 Swiss Francs. Maximum speeds in excess of 310 km/h are then in the hands of the pilot …" :eek:

Über welche Reichweite reden wir da? 100 km? :confused: Für'n 16/24 wäre das allerdings kein Problem. :D
 
Last edited:
#9
Gut,
Zweitakter war jetzt von mir zu allgemein.
Meinte da auch eher meine MZ 250 ETZ.
Da ist die Entwicklung schon etwas älter...
 
#10
Naja, wenn man 17 Stunden reine Fahrzeit kalkuliert, und dann doch bei 22h landet, kann man als Erstlingstäter schon etwas nervös werden.
Von den restlichen 2 Stunden habe ich knapp eine Stunde nach einem Augenzeugen gesucht.
Wenn Planung alles ist - was plant ihr dann alles? Ich bilde mir ein, ganz gut zu planen. Sowohl den gefahrenen 16/24, also auch den A4C mit dem ich liebäugle. Aber beim A4C kann ich planen wie ich will - alle 12 Pflichtpunkte und min. 1600 km, eine Route mit einer reinen Fahrzeit von weniger als 20 Stunden habe ich noch nicht gefunden. Die erforderliche Zeit zum Tanken und die Pflichtpunkte zu fotografieren und z.T. anlaufen hat auch nicht so viel Einsparungspotential. In Österreich möchte ich nicht unbedingt mit Mißachtung der Verkehrsordnung planen.

Bei meinem 16/24 hatte ich nicht mal 50 km Landstraße, davon 40km wunderschöne Nebenstrecken durch die Eifel. Mit 700km Landstraßenanteil, das war dann sicher ein hoher Anteil an sehr gut ausgebauten Bundes- und Schnellstraßen, oder? Das ist nicht so ganz das, was ich mir für einen "No Highway Butt" vorstellen würde.

Wurde diskutiert, aber verworfen. GPS Tracks können manipuliert werden.
Alles kann manipuliert werden, auch die ganzen IBA Butts. Wenn es einem um die kriminelle Energie und den Betrug geht. Aber wenn es um die sportliche Herausforderung geht, ist es kein Problem.
Schließlich gibt es auch renommierte internationale Veranstaltungen, die mit GPS Tracks arbeiten. Die Superkarpata Trophy z.B.
 
#11
Hallo!

Es gibt einige Rides da muss man mit Bruttofahrzeiten von 23,5 Std einfach Rechnen.
Wenn Du für den A4C 23 Std und 55min brauchst ist ja alles OK. Kanns´t dann in den verbleibenden 5 Min eine Rauchen.
 
#12
Hallo Rüdiger,
heißt Brutto-Fahrzeit inklusive Tankpausen?
Natürlich, selbst wenn ich zum Schluss sogar 23:59 gebraucht habe, ist alles im Grünen Bereich.
Planst Du mit Sicherheitsreserven? Wie planst und berechnest Du im Voraus die Zeiten, und wie passt das dann mit den tatsächlichen Fahrzeiten zusammen?

Zum No Highway Butt - vielleicht ist es auch nicht sinnvoll und angebracht, mit einem 19PS Oldtimer einen Ride fahren zu wollen...
 
#13
Hallo!


Brutto Fahrzeit ist die Fahrzeit inklusive aller Pausen und Stopps.

Ich Plane in Tankabschnitten, von Tankstelle zu Tankstelle dabei ist ein Leg ca. 250 km

außer ich benötige einen taktischen Tankstop dann wird dieser eingeschoben.

Aus den geplanten Gesamtkilometern errechne ich mir die Durchschnittsgeschwindigkeit die ich in z.B. 24 Std benötigen werde um diese Strecke zu bewältigen. Zusätzlich errechne ich die Durchschnittsgeschwindigkeit welche ich für dieselbe Strecke in 22 Std benötigen würde. Auf meinem Navi lasse ich mir die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen.

Nach ca. 500 km muss die errechnete Durchschnittsgeschwindigkeit am Navi stehen ansonsten wird es sehr eng.

Die funktioniert aber nur dann wenn das Navi bei abgestellter Maschine (Tankstopp, Pause)

weiterläuft.

Das Heißt: ein SS 1600 km (mit Reserve Tachofehler ca. 1700km) 70kmh/24 Std

77kmh/22Std.

Am Beginn und auf der Autobahn fahre ich am Anfang immer am erlaubten Speedlimit.

Ob ein Oldtimer 1600km durchhällt muß
 
#14
Rüdiger schrieb:
Aus den geplanten Gesamtkilometern errechne ich mir die Durchschnittsgeschwindigkeit die ich in z.B. 24 Std benötigen werde um diese Strecke zu bewältigen. Zusätzlich errechne ich die Durchschnittsgeschwindigkeit welche ich für dieselbe Strecke in 22 Std benötigen würde. Auf meinem Navi lasse ich mir die Durchschnittsgeschwindigkeit anzeigen.

Genau so macht man das. Dann sind überhaupt keine weiteren Berechnungen nötig. Man sieht quasi ständig anhand des Gesamtschnitts (Fahrzeit incl. Standzeiten) auf dem Navi, ob man der vorausberechneten Mindestzeit vorauseilt, also Reserven hat. Solange das der Fall ist - prima.
 
#15
Ich plane mit Basecamp die Aufenthaltszeit bei den Tankstopps mit ein. Auf meinem Zumo 660 sehe ich dann eine relativ verlässliche ETA, die auch die Tankstopps berücksichtigt. Die Differenz zwischen ETA und dem Zeitlimit am Zielpunkt ist die Zeit, die ich für zusätzliche Pausen oder Unwägbarkeiten, wie Stau, Umleitungen usw. zur Verfügung habe.

Das Zumo 660 berücksichtigt meine Fahrgewohnheiten, die es bisher aufgezeichnet hat und kommt mit seiner Berrechnung meinen neu gefahrenen Zeiten sehr nahe.

So muss ich keine Durchschnittsgeschwindigkeiten selbst berechnen und muss auch nicht darauf achten, dass das Navi während der Stopps eingeschaltet bleibt.

Wenn ETA mal hinter das Zeitlimit rutscht, kann ich aufgeben oder muss Kürzungspotential nutzen (normalerweise nicht vorhanden).

Mittlerweile gibt es bessere und schnellere Garmin Nachfolger für das 660.

ETA = estimated time of arrival
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#16
Da ich immer mit mindestens zwei Navis fahre, habe ich den zweiten immer auf die Ankunftszeit am Ziel eingestellt. So sehe ich das direkt und muss mir nur die erlaubte Ankunftszeit und keine Durchschnittsgeschwindigkeiten merken :D
 
#19
Da ich immer mit mindestens zwei Navis fahre, habe ich den zweiten immer auf die Ankunftszeit am Ziel eingestellt. So sehe ich das direkt und muss mir nur die erlaubte Ankunftszeit und keine Durchschnittsgeschwindigkeiten merken :D
???? - versteh ich nicht so ganz

Viele Wege führen nach Rom oder auch zu einem erfolgreichen Ride:rolleyes:
Also die vorgehensweise von Rüdiger, bzw. auch meine, ist ja eigentlich keine großartige Berechnung. Zu fahrende km durch 24 Stunden ergibt den zumindest notwendigen Stundenschnitt. Ob ich noch im Zeitlimit liege, wird mir also quasi in Echtzeit auf dem Navi gezeigt. Selbst auf meinem ollen Zumo 550.
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#20
Das ist soweit richtig, aaaaber:
Wenn Du die Durchschnittsgeschwindigkeit nimmst, dann liegt Dein Schwerpunkt der Berechnungen auf der Strecke, die Du bereits gefahren bist. Sofern die verbleibende Strecke nicht signifikant unterschiedlich ist, tut das nichts zur Sache. Die Ankunftszeit wird dagegen vom aktuellen Standort bis zum Ziel berechnet, d.h. Du blickst in die Zukunft und das ist das was Dich eigentlich interessiert.
Beispiel: Wenn Deine bisherige Strecke nur Autobahn war, wird Dein Schnitt hoch sein. Wenn auf dem Rest der Strecke auch Landstrasse dabei ist, wird er sinken. Wenn Du Dich am Durchschnitt orientierst, wirst Du erst langsam merken, dass etwas nicht stimmt. An der Ankunftszeit siehst Du aber sofort, was Dich erwartet.
Was in beiden Fällen eine Katastrophe ist: Routenprogramm und GPS unterschätzen die Zeit auf sehr kleinen, kurvigen Strassen. Dann bist Du am A***h. Ich weiss von was ich rede.