Ein etwas anderer Butt?

#23
Als Navi nutze ich HERE maps auf dem Smartphone. Das zeigt eigentlich immer mehr Zeit an als ich tatsächlich benötige. Selbst mit dem Auto hole ich auf Landstraßen standardmäßig mindestens 10% raus. Dafür kann es nur mit Standardgeschwindigkeiten rechnen, also auf Autobahnen mit Reise 130.

Hm, bin ich der einzige, der noch mit Zettel im Tankrucksack rumfährt?
Nein, ich habe meinen 16/24 auch so gefahren. Immer mit den jeweiligen Tankstopps mit ausgerechneter Zeit ab Start eingetragen. Damit habe ich bei jedem Tankstopp den Überblick, wie ich im Zeitfenster liege.

Nicht planbar sind natürlich die Pausen, und 24h am Stück halte ich nicht durch. Zumal sich auf dem Motorrad die Müdigkeit viel stärker auf die Fahr(un)fähigkeit auswirkt als im Auto.
Der Gedanke an einen No Highway Ride kommt aus aus der Erfahrung, dass stundenlanges Hinbolzen auf Autobahnen wesentlich ermüdender ist, als auf abwechslungsreichen Landstraßen unterwegs zu sein.
 
#24
Roberto schrieb:

Ich weiß wovon ( von was) ich rede
Das wird niemand ernsthaft bestreiten oder in Abrede stellen wollen :D

Es ist allerdings richtig, daß sich meine Berechnungsweise tatsächlich eher für IBA-Rides eignet. Und die finden ja in aller Regel auf der Autobahn statt.Bei Rallies, dem BeBe-Ride oder dem 4CA mag es bessere Methoden geben.
 

Gerhard

Ride.Eat.Sleep.Again!
Staff member
Premier Member
IBR Finisher
#25
Ich mache es wie Hans und Robert, also mit Zettel und mit "Ankunft am Ziel".

Bei Rides fahre ich mit einem Navi - bei Rallies fahre ich mit 2en.

Ein leichtes Abrutschen hinter ETA bedeutet nicht direkt, dass man sein Ziel nicht mehr pünktlich erreichen kann.
 

Johannes Faget

Well-Known Member
#26
Nicht planbar sind natürlich die Pausen, und 24h am Stück halte ich nicht durch.
Doch, sind sie. Wenn Du z.B. auf 24 h 4 Stunden Pause brauchst rechnest Du einfach je Stunde Fahrzeit noch 10 min drauf. Wie oft und lange Du dann Pause machst bleibt egal, im schnitt wird es wieder passen.

Edit: Rechenfehler drin, aber so ungefähr...
 

ts1

Active Member
#27
Kann man sich da nicht einen Butt ausdenken, der mit deutlich weniger Kilometer oder Meilen auskommt, bei dem aber Autobahnen und ähnlich ausgebaute Fernstraßen konsequent gemieden werden müssen? Nachprüfbar wäre so was z.B. durch einen GPS-Tracker.
Klar.
Zumal 1000km/24h insbesondere mit einen 45km/h Roller eine echte Herausforderung wäre und wesentlich schwieriger als 1600km/24h mit einer 300km/h schnellen Boden-Boden-Rakete.
Das Beweisproblem bleibt. Man bräuchte hierzulande extrem viele nachweisbare Zwischenziele, weil es viele Autobahnen gibt.
Man plant und fährt so etwas vielleicht, aber dann jedenfalls für sich. Muß man niemandem etwas (notariell) beweisen, macht es das wieder etwas einfacher.
In gewissen anderen Foren findet man Interessierte und welche, die es schon gemacht haben. (Glaube ich denen einfach mal.)
Recht bekannt ist das "Rennen" im Jahre 1969 mit 50ccm Kreidler Mopeds gegen den Schnellzug auf Strecke Hamburg-Wien. Die Mopeds waren mit 14h 22min (für rund 1100km, man konnte damals nicht einfach durch die CSSR fahren) eine halbe Stunde schneller als der D-Zug.
Aber so etwas kleines passt einfach nicht zur IBA und der amerikanischen Denke.
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#28
Nochmal, das wurde bereits angedacht, ist aber aus den erwähnten Gründen praktisch kaum durchführbar. Und das hat mit amerikanischer Denke nichts zu tun, wir sind hier bei der IBA Germany.
 
#29
Hallo Robert, kannst Du etwas mehr erzählen? Wer alles mit angedacht hat, wie aufwendig und umfangreich die Möglichkeiten durchdacht wurden usw.?

Mit dem was ich bis jetzt weiß, könnte es sein dass es eine größere Gruppe war, die über längere Zeit geprüft haben, Erfahrungen von anderen eingeholt haben, und dann mit klaren Argumenten zu dem Ergebnis gekommen sind. Oder dass es nur zwei, drei Leute waren, die das für eine schlechte Idee halten und nach zehn Minuten schon zu dem Ergebnis gekommen sind. Oder jede vorstellbare Zwischenstufe oder Schattierung zwischen diesen beiden Extremen.

Es gab in der Geschichte schon mehrere Beispiele, dass etwas als nicht durchführbar galt. Bis es halt doch mal jemand gemacht hat. Dass da Jahr für Jahr in Rumänien sich Autos durchs Gelände wühlen zeigt ja, dass es grundsätzlich durchführbar ist. Seit 13 Jahren jedes Jahr aufs Neue.

Das Beweisproblem bleibt. Man bräuchte hierzulande extrem viele nachweisbare Zwischenziele, weil es viele Autobahnen gibt.
Klar gibt es viele Autobahnen. Aber mit GPS-Tracker ist es eindeutig nachvollziehbar, ob Autobahnen verwendet wurden oder nicht. Und mir fehlt ehrlich gesagt die Phantasie, wieso das betrugsanfälliger sein sollte als Tankbelege.
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#30
Es haben sich viele Leute der IBA Germany darüber die Köpfe zerbrochen und ganz aus der Welt ist das Thema nicht. Momentan aber erstmal schon. Allerdings werden IBA Rides, die einen gewissen Anspruch haben, diskutiert, geprüft und verifiziert worden sind, nicht im Forum zur Diskussion gestellt.
 
#31
Hallo!


Ein 50ccm Kreidler Moped ist kein Motorrad.

Ein Motorrad fängt bei 125ccm an, zumindest in Österreich.

Wenn Du die Regeln genau liest, so kommt dort kein Moped vor.

Die IBA Rides haben alle eine festgesetzte mindest Kilometeranzahl und eine festgesetzte Höchstzeit. Ob Du die Rides auf der Autobahn oder auf der Landstraße fährst bleibt Dir

überlassen, sie müssen allerdings in der Zeit und in der Strecke nachvollziehbar sein.

Du kannst aus den veröffentlichten IBA Rides, soferne keine Sonderbedingungen gegeben sind, jeden fahren und einreichen oder auch nicht.

Es werden sicher keine geplanten oder in Arbeit befindliche Rides irgendwo öffentlich diskutiert werden oder zur Abstimmung gebracht werden.

Es bleibt Dir also die Möglichkeit diese Rides zu akzeptieren oder eben keinen zu fahren.


Dies ist die Meinung eines einfachen IBA-Fahrers.


MFG
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#32
Wie bereits erwähnt gibt es den Belgian Beer Ride. Wenn ich es hinbekomme, könnte dieses Jahr evtl. eine verschärfte Version angeboten werden, also ein echter SS1000. Dann allerdings praktisch fast nur Landstrasse. Das wird dann aber wirklich hart.
Aber erst müssen die Hausaufhaben gemacht werden. ;)
Auch der A4C ist nicht ohne, was den Landstrassenanteil angeht.
 

ts1

Active Member
#33
Ein 50ccm Kreidler Moped ist kein Motorrad.
Ein Motorrad fängt bei 125ccm an, zumindest in Österreich.
In Deutschland gibt es im amtlichen Sprachgebrauch nur verschiedene Ausprägungen von "Kraftrad".
Der Begriff "Motorrad" wurde 1894 patentiert und definiert eine ganz spezielle Form von Kraftrad: https://de.wikipedia.org/wiki/Hildebrand_und_Wolfmüller

Bei IBA Austria weiß ich es nun für die Zukunft. Und die IBA _Germany_ hat die Fahrt mit meinem chinesischen 124ccm Roller akzeptiert. Imho würde niemand eines der wenigen verbliebenen wirklich echten patentierten Motorräder (H&W) zum Kilometerfressen verheizen.
 
#34
Hm, bin ich der einzige, der noch mit Zettel im Tankrucksack rumfährt?
Nö. Exceltabelle in Großschrift als Roadbook wegen der schlechter werdenden Nahsichtaugen mit Etappen/Part/Gesamtkilometern, mittlerweile in Luxusausführung, sprich laminiert, geht auch.
Kopfrechnen einmal die Stunde (Erreichte Kilometer durch Stunden); wenn der Schnitt unter 100 km/h fällt, kann es ungemütlich werden. Aber da man auf dem letzten Stück Autobahn nach Hause gondelt und die Strecken im Radius von 4-6 h um Heimat herum auswendig fahren kann, holt man auch wieder Zeit rein - es sei denn, man fährt im Berufsverkehr in sein Lieblingsballungsgebiet.
Ich spreche allerdings nur aus der Erfahrung von 24h-Ringfahrten.
 
#35
Beispiel: Wenn Deine bisherige Strecke nur Autobahn war, wird Dein Schnitt hoch sein. Wenn auf dem Rest der Strecke auch Landstrasse dabei ist, wird er sinken. Wenn Du Dich am Durchschnitt orientierst, wirst Du erst langsam merken, dass etwas nicht stimmt. An der Ankunftszeit siehst Du aber sofort, was Dich erwartet.
Reicht es Deiner Erfahrung nach nicht aus, z.B. zu wissen, daß man die ersten 4 h Autobahn nachts bis 140 km/h erzielt, diese dann verspielt, weil man ein wenig durch die Bergwelt gondelt, um dann sukzessive auf der Bahn heimwärts den Schnitt wieder auf 100 hochzukriegen? Die kalkulierte ETA / der Zukunftsblick vom Navi nützt doch auch nichts, weil sie/er auf extrapolierten Durchschnittswerten beruht, oder? Wieviel Zeit ich für die verbleibende Strecke noch habe, kann ich doch auch im Kopf rechnen - das lenkt auch ein wenig vom Ärger oder Frust ab. Die halbstündige Vollsperrung v o r der Ausfahrt oder der 10 km-Stau, egal ob in der Fremde oder im eigenen Revier, wird Dir so oder so das Genick brechen, weil Dich das Navi davor auch nur selten bewahren kann.
Ich fahr bisher ohne, will aber nicht abstreiten, daß insbesondere bei mehrtägigen Fahrten diese Technik ungemein hilfreich ist.
 
#36
Ich hab zwar erst 2 rides gemacht und da den obligaten ss 1600 und einen BB1500, finde aber, dass Navis bei sowas überbewertet sind. Den BB bin ich praktisch ohne Navi gefahren weil mein neues Garmin und ich im Streit gelebt haben. Es wurde übrigens eine innige Feindschaft daraus. Die Strecke war ja nicht so schwer zu merken und Wegweiser gibt es auch überall. Ansonsten gilt: Gib alles und wenn nix mehr geht mach eine Pause. Sollte sich herausstellen, dass sich das Ziel nicht realisieren lässt, überleg ich mir Alternativen. Auch ohne Navi.

Hermann