Kilometerdifferenz

Manfred

Active Member
#1
Hallo allerseits,

Ich möchte mich kurz vorstellen:
Mein Name ist Manfred, bin 58 Jahre alt und komme aus Wien.
Im Mai habe ich meinen ersten Ride (16/24) absolviert und bin "auf den Geschmack" ;) gekommen.

Nachdem ich eher der Kopf-Typ bin (zuerst planen und nicht einfach d'rauf los fahren) stecke ich mitten in den Vorbereitungen zum A4C.

Als Wiener macht es für mich Sinn, im Westen zu beginnen, das Inntal nach Norden in der Nacht zu fahren.
Das Ende wäre der südlichste Punkt.
Durch diese Streckenführung komme ich nur auf ca. 1400 KM, der Rest auf >1600 muss über die Autobahn Richtung Wien erfolgen.

Jetzt stecke ich in der Zwickmühle:
Einerseits ist der Zeitrahmen durch den hohen Bundesstrassenanteil (für mich und meine Dicke) ziemlich eng bemessen,
andererseits habe ich keine Lust nach KM-Abzug durch das Verify-Team unter die 1600 KM zu rutschen.

Deshalb folgende Frage:
Zählen zu den "sinvoll kürzesten Routen" ausser Autobahnen (zB A1) und Autostrassen (zB S6) auch Landesstrassen (zB B17) und Gemeindestrassen (zB L2115)?

Ein Plus von 7% macht aus 1600 KM immerhin schon 1712 KM... :(
 
#2
Hallo Manfred!
Als Kenner dieser Strecke würde ich sagen: als Ostösterreicher macht es Sinn in Eisenstadt oder am nördlichstem Punkt zu starten( in der Nähe, den dort gibt es keine Tankstelle).
Es zählt die kürzeste Strecke von A nach B. Plane Deine Route und lege dann vom Start bis zum Ende die kürzeste Route darüber, ( von A nach B nach C usw.)

LG
 

Johannes Faget

Well-Known Member
#3
Servus Manfred,

ergänzend zu Rüdigers Ausführungen: Als Punkte für den Nachweis der Route zählen auch die Tankquittungen. Wenn Du also geschickt da tankst wo der Abstand zur Autobahn bzw. den nächsten Auffahrten am größten ist und bei Bedarf evtl. noch einen zusätzlichen Stopp einlegst kannst Du die Landstraße zur kürzesten Route machen.

LG
 

Manfred

Active Member
#4
Hallo Johannes,

Eigentlich liegt mein Problem darin, die Route so zu planen, dass ich am Ende (nach der Verifizierung) nicht unter 1600 KM komme ohne wesentlich mehr fahren zu müssen.
So wie ich das jetzt sehe, gibt es für mich keine Möglichkeit dies zu erreichen.
Der ÖAMTC Routenplaner/kürzeste Route bringt auch kein vernünftiges Ergebnis...
Ev. kommt ja noch die Erleuchtung...

LG - Manfred
 
#5
Ich finde, eine zusätzliche Herausforderung ist, den Landstraßenanteil nicht unnötig größer zu machen um die 1600 km voll zu bekommen. Im Norden oder Osten beginnen bedeutet dann doch, entweder vermehrt Zickzack zu fahren, oder die lange Strecke zum Westzipfel zweimal zu fahren? Das Ende am südlichsten Punkt, und dann die fehlenden Kilometer auf Schnellstraße oder Autobahn fertig zu fahren, egal ob Richtung Salzburg oder Richtung Wien, finde ich eine sinnige Idee.
 

Manfred

Active Member
#6
Das Ende am südlichsten Punkt, und dann die fehlenden Kilometer auf Schnellstraße oder Autobahn fertig zu fahren, egal ob Richtung Salzburg oder Richtung Wien, finde ich eine sinnige Idee.
Genau, nur: wieviel sind die fehlenden KM?

Im Unterschied zum 16/24er bei dem die GesamtKM keine Rolle spielen (zumindest ist mir keine Strecke unter 1600 KM bekannt) kann es ev. beim A4C zu einem Zeitproblem kommen.
Wenn zB vom südlichsten Punkt aus Richtung Wien gefahren werden soll, kann man entweder die A2, S6 oder A1 benützen.
Die Wahl der Strecke wird sich nach den noch zu fahrenden KM richten.
Im Idealfall wählt man die längste Strecke (Tankstellen gibt's da jede Menge) und tankt nach ca. 23,75 Std.
Aufgrund Fremdeinwirkung (Wetter, Stau, Unfall, etc.) eine kürzere Strecke zu nehmen bzw. früher tanken zu müssen bedeutet weniger KM und eventuell nach Verifizierung zuwenig KM.

LG - Manfred
 
#7
Hallo Manfred.
Damit wir von selben reden.
Beim A4C musst Du in Eisenstadt, Linz, Salzburg und Innsbruck tanken, ebenso beim Start und am Ende!!!
Allerdings wirst Du mit dem nicht durchkommen und eventuell einen zusätzlichen Tankstop benötigen.

Lg Rüdiger
 

Manfred

Active Member
#8
Hallo Rüdiger,

Damit wir von selben reden.
Nein, wir reden nicht von dem selben!

Es geht mir darum, dass ich die Route so planen möchte, dass die Kilometerdifferenz durch das Verifizierungsteam gleich/nahezu Null beträgt.

Ich wüsste nur gerne bei Beginn der Tour, bis zu welcher Autobahntankstelle ich fahren muss um nicht zuwenig Kilometer zu fahren.

Das ist alles...

LG - Manfred
 
#9
Ich plane gerne mit Google Maps, suche mir da auch schon die Tankstellen heraus, beachte die An- und Abfahrten mit. Die Google Planung kann ich dann mit einreichen, ich glaube kaum dass das Verifizierungsteam andere Programme hat, mit denen sie auf wesentlich andere Distanzen kommen. Die x% Abweichung hat dein Tacho bzw. das Motorrad, aber nicht der Routenplaner.
Bei meiner BMW hat allerdings nur der Tacho eine Voreilung, der Kilometerzähler geht sehr genau.
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#10
Das ist ein guter Tipp, denn die Verifizierer werden es auch nicht anders machen...gib einfach mal die Punkte and geplanten Tankstopps bei Google Maps ein und schon bist Du um einiges schlauer was die kürzeste Strecke angeht.
 

Manfred

Active Member
#11
Grüss Euch beide,

Es geht hier nicht um die Tachoabweichung, was der KM-Zähler meint ist irrelevant.

Das ist ein guter Tipp, denn die Verifizierer werden es auch nicht anders machen...gib einfach mal die Punkte and geplanten Tankstopps bei Google Maps ein und schon bist Du um einiges schlauer was die kürzeste Strecke angeht.
Das ist leider so nicht richtig, da Google Maps die schnellste (und nicht die kürzeste) Strecke ausgibt.

Das bekannteste Beispiel dürfte das "Berliner Ohr" sein:
A9 (52.28130, 12.91344) nach A11 (52.64049, 13.56682) ergibt bei Google 102 KM in 59 Minuten
die kürzeste Route ist (lt. ÖAMTC Routenplaner) aber 69 KM in 71 Minuten.
(So kann der gerechtfertigte KM-Abzug durch das Verifizierungsteam zustandekommen).

Auf diesen Routenplaner ist aber auch kein Verlass (das Verifizierungsteam ist noch restriktiver...).
Daher meine anfängliche Frage nach den Strassen...

Mit "darf es a bissl mehr sein" geht bei einem normalen 16ooK noch, beim A4C kann es zeitmässig doch etwas enger werden...
 
#12
Da es bei den Fahrten immer um Zeitlimits geht, kann man nur abkürzen im Sinne von Zeitersparnis, nicht im Sinne von Streckenabkürzung. Von daher macht imho nur schnellste Strecke Sinn, und nicht kürzeste Strecke. Wobei die kürzeste Strecke natürlich auch die schnellste Strecke sein kann.
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#13
Die Verifizierer werden auch eine "schnellste" Route annehmen, denn eine Abkürzung macht nur dann Sinn, wenn sie auch schneller ist. Sonst müsste man ja tatsächlich die Gemeindestrassen mit einrechnen => macht keiner. wichtig ist, dass an den "Ecken" Klarheit herrscht, daher dort am besten die Tankstopps setzen.
 

Manfred

Active Member
#14
Die Verifizierer werden auch eine "schnellste" Route annehmen, ...
Leider nicht
Zitat:
Die Länge Deiner Route ergibt sich aus der Summe aller Nettostrecken zwischen jeweils 2 Tankstellen (Nettostrecke = sinnvoll kürzeste Strecke zwischen 2 Tankstellen).

Und das ist definitiv nicht die schnellste Route.
Wir können sowieso nur spekulieren...
 
#15
Bei Google maps mit nur Start- und Zielpunkt, ohne Zwischenstationen, bekomme ich immer mehrere Streckenalternativen angezeigt. Da ist die kürzeste normalerweise dabei.

Wenn mir die Vorschläge unplausibel vorkommen, kann ich noch manipulieren. Z.B. das Verkehrsmittel wechseln und auf Fahrrad oder Fußgänger umstellen. Auf die Reisezeit darf man dann nicht mehr schauen, aber ich kann dann gut abschätzen wieviel Einsparpotential die Strecke noch hat.

Eine weitere Manipulationsmöglichkeit ist, bei der vorgeschlagenen Route einen der weißen Punkte wo anders hin zu verschieben, und so eine augenscheinlich kürzere Strecke zu erzwingen. Bei meinen Planspielen war das bisher aber eher selten nötig, weil Maps eben schon die kürzeste Verbindung mit angezeigt hat. Und noch seltener hat die Manipulation wirklich was gebracht. Bei der 16/24 wären es vielleicht 20 km gewesen.

Ultima Ratio wäre, reine Luftlinie zwischen zwei Punkten zu rechnen... ;-)

Aber Gerhard hat mir auch betont, dass sie nach der sinnvoll kürzesten Strecke schauen. Mit einem Puffer von vielleicht 30 km solltest du auf der sicheren Seite sein. Bei meinem 16/24 war es so, dass Fahrstrecke laut Maps, laut km-Zähler und vom Verifizierungsteam bestätigt nur marginal unterschiedlich war. Ich müsste nochmal genau nachschauen, aber in meiner Erinnerung war das deutlich im einstelligen km-Bereich.
 

Manfred

Active Member
#16
Mit einem Puffer von vielleicht 30 km solltest du auf der sicheren Seite sein. Bei meinem 16/24 war es so, dass Fahrstrecke laut Maps, laut km-Zähler und vom Verifizierungsteam bestätigt nur marginal unterschiedlich war. Ich müsste nochmal genau nachschauen, aber in meiner Erinnerung war das deutlich im einstelligen km-Bereich.
Beim 16/24iger nehme ich an, dass das Augenmerk des Verifizierungsteams auf den korrekten Tankbelegen des Bundeslandes liegen wird und nicht auf den KM, da es mMn keine Strecke gibt, die unter 1600 Km liegt.

30 Km Puffer reichen definitiv nicht.
Meine Sorge ist, dass bei einem BB2500K in Verbindung mit einem SS2000K mein Puffer nicht reicht und daher "nur" ein BB 1500 und ein SS 1000 anerkannt wird.
Diese Rides sollen aber der Plan B sein, falls durch Fremdeinwirkung (Stau, Unfall, Wetter, etc.) die geplanten Rides nicht möglich sind.

Beim A4C werde ich daher spätmöglichst tanken und hoffen, dass es sich ausgeht... <frust>

Dass das Verifyingteam die kürzeste Route berechnet und mir daher KM abzieht, ist legitim und stört mich nicht.
Ich möchte das nur nachvollziehen können um meine eigenen Rides besser/richtiger planen zu können.

Der Puffer sollte/muss (lt. Erfahrung) bei >7% liegen - deshalb meine ursprüngliche Frage nach den Strassen...

LG - Manfred
 

Robert

IBR Finisher
Premier Member
#17
Du machst es Dir aber schon kompliziert, oder?
Wie bereits mehrfach erwähnt, wird die kürzeste, sinnvolle Route als Massstab genommen. Deine Aufgabe ist es, die Tankbelege entsprechend zu legen.
 
#18
Der Puffer sollte/muss (lt. Erfahrung) bei >7% liegen
Für die Strecke laut Routenplaner? Da habe ich andere Erfahrungen.

Für den A4C habe ich eine Route ausgearbeitet, bei der alle Pflichtpunkte mit 1370 km abegvespert sind. Für den Abschluss steht dann halt noch km schrubben auf der Autobahn / Schnellstraße an, und da würde ich sicher nicht nach 230 km den Anker werfen, sondern weiterfahren was Restzeit und Kraft noch hergeben.
 
#19
Bei allem Verständnis für die hier angesprochene Problematik. Robert hat da schon recht. Man kann es tatsächlich komplizierter machen als es ist.
Ohne das nun besonders heraus hängen zu wollen merke ich mal an, daß ich auf 25 positiv verifizierten IBA-Rides mir über alles Mögliche Gedanken gemacht habe.Werde ich müde? Hält die Maschine? Wie wird das Wetter, der Verkehr, Baustellen etc.
Ich habe aber niemals einen Gedanken daran verschwendet, ob denn die vorher geplante Strecke auch tatsächlich reicht.Plant man das daheim ordentlich. legt die Tankpunkte vorher fest und gibt - je nach Ride - 50- 70 km dazu, dann ist man immer auf der sicheren Seite.
Bei allen meinen Fahrten wich die zuerkannte KM-Strecke entweder gar nicht oder nur minimal von der von meinem GPS aufgezeichneten Distanz ab.
Man fährt einfach, je nach Tankvolumen, gerade Strecken auf der Autobahn.Muß man die Autobahn wechseln, dann tankt man eben zusätzlich kurz vor oder nach der Richtungsänderung. Das dauert 5 Minuten und selbst wenn der Tank noch halbvoll ist: man ist auf der sicheren Seite.
Also: planen, draufsetzen, Gas geben, aufpassen, tanken und Buchführung nicht vegessen, nach Hause kommen.
Mehr geht nicht; weniger auch nicht :cool:
 
#20
Werde ich müde? Hält die Maschine? Wie wird das Wetter, der Verkehr, Baustellen etc.
Für mich sind das auch die dickeren Brocken. Besonders auch, weil ich einen A4C nicht quasi von der Haustür weg starten kann, und noch die Anreise dazu kommt.
Ein weiterer Brocken für mich ist, wann ich starten und welchen Abschnitt ich bei Nacht fahren würde. Pässe und Serpentinen stelle ich mir bei Dunkelheit nicht so toll vor.

Aber nach diesen Brocken wurde nicht gefragt, sondern explizit nach der Fahrstrecke.