Kilometerdifferenz

#21
Für mich sind das auch die dickeren Brocken. Besonders auch, weil ich einen A4C nicht quasi von der Haustür weg starten kann, und noch die Anreise dazu kommt.
Ein weiterer Brocken für mich ist, wann ich starten und welchen Abschnitt ich bei Nacht fahren würde. Pässe und Serpentinen stelle ich mir bei Dunkelheit nicht so toll vor.

Aber nach diesen Brocken wurde nicht gefragt, sondern explizit nach der Fahrstrecke.
Das habe ich auch so verstanden.
Meine Absicht war es, das Problem "Fahrstrecke" in einem realistisches Verhältnis zu den anderweitig aufgezählten Problemen aufzuzeigen.
Der A4C ist wirklich nicht ohne. Habe das in allen möglichen Variationen durchkalkuliert. Wenn ich ihn den denn tatsächlich fahren würde, dann wäre mein Startort , von Deutschland kommend, Salzburg, und zwar im Uhrzeigersinn.Mit 2 kleineren Zig-Zgs komme ich auf 1653 km. Passende Tankstellen incl. Öffnungszeiten habe ich natürlich berücksichtigt. Startzeit wäre, wie bei den meisten meiner gefahrenen Rides, 00.00 Uhr (Mitternacht). Hat den Vorteil, daß man hinsichtl. des bergigen Geländes tagsüber unterwegs ist.

Viel Spaß bei der weiteren Planung und viel Erfolg.

Also mal beispielhaft:

!. Teilabschnitt : 900 km



2. Teilabschnitt: 753 km

 
#22
Planung:
Ich würde dringend davon abraten bei der Routenplanung eine "Punktlandung" hinlegen zu wollen.
Das geht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in die Hose, da dann doch ein paar KM fehlen.

Verifying:
Ich kann nur von mir sprechen. Ich erstelle bei der Prüfung immer zwei identische Routen, die einmal nach <Weg und einmal nach <Zeit gerechnet sind. So sieht man am Bildschirm schön den Unterschied. Dann schaue ich mir die Unterschiede an und prüfe ob die kürzere Strecke Sinn gemacht hätte. Ist das so wähle ich diese Möglichkeit. So hangelt man sich von Belegpunkt zu Belegpunkt. Die Addition aller Teilstrecken ergeben dann die anzuerkennende KM.
 
#23
Hat den Vorteil, daß man hinsichtl. des bergigen Geländes tagsüber unterwegs ist.
Das war auch mein Gedanke: Die Pässe und Serpentinen unbedingt tagsüber fahren. Bis ich hier die Empfehlung gelesen habe, den nördlichsten Punkt tunlichst bei Tageslicht anzusteuern. Beides zusammen geht nicht, nicht mal am 21.Juni.

Jürgen, kannst du verraten mit welchem Programm du die Routen erstellst?
 
#24
Klar, aber nur wenn du es nicht weiter sagst. :)

Wir verwenden BaseCamp von Garmin.
Im Gegensatz zu den Planern im Internet kannst du damit einige Dinge einstellen um die Route zu beeinflussen.
Aber selbst das vor "BaseCamp" verwendete "Mapsource", das von Garmin nicht mehr weiterentwickelt wird, bringt andere Streckenlängen.

Gerhard, Erwin und ich verwenden folgende Einstellungen:

IBA_kü.Weg.jpg IBA_kü.Zeit.jpg

Wie gesagt erstelle ich zwei Routen. Einmal nach kürzestem Weg und einmal nach kürzester Zeit.
Danach wird entschieden wie der Fahrer vermutlich gefahren ist.
Es macht z. Bsp. keinen Sinn die Autobahn zu verlassen, über Landstrassen und Dörfer zu fahren, um 30 km einzusparen.
Habe ich aber die Wahl von zwei Autobahnen, oder einer direkten Bundesstrasse wähle ich die kürzere Strecke.

So plane ich auch meine Rides. Die Unterschiede sind manchmal enorm. Da kommt dann Gerhard`s Ausdruck von "taktischen Tankbelgen" wieder zum tragen. Einfach um zu beweisen dass man eine bestimmte Strecke gefahren ist. Das ist eigentlich der Aufwand beim planen einer Strecke. Also einfach losfahren und dann denken es "passt" schon geht meistens schief.

Aber selbst nach diesen Berechnungen würde ich selbst nicht versuchen eine Punktlandung, nicht mehr KM als nötig, versuchen.
 

Manfred

Active Member
#25
Hallo Jürgen,
Wie gesagt erstelle ich zwei Routen. Einmal nach kürzestem Weg und einmal nach kürzester Zeit.
Danach wird entschieden wie der Fahrer vermutlich gefahren ist.
Es macht z. Bsp. keinen Sinn die Autobahn zu verlassen, über Landstrassen und Dörfer zu fahren, um 30 km einzusparen.
Habe ich aber die Wahl von zwei Autobahnen, oder einer direkten Bundesstrasse wähle ich die kürzere Strecke.
Danke für Deine Erklärung.
Ich verwende für die Beurteilung der sinnvoll kürzesten Strecke die Durchschnittsgeschwindigkeit der Abkürzung.
Liegt diese höher als die des jeweiligen Rides, dann ist die Abkürzung sinnvoll.
Beide Methoden dürften zu einem ähnlichen Ergebnis führen (zumindest bei den normalen Rides, bei den Extremen schaut's anders aus).

So plane ich auch meine Rides. Die Unterschiede sind manchmal enorm. Da kommt dann Gerhard`s Ausdruck von "taktischen Tankbelgen" wieder zum tragen. Einfach um zu beweisen dass man eine bestimmte Strecke gefahren ist. Das ist eigentlich der Aufwand beim planen einer Strecke. Also einfach losfahren und dann denken es "passt" schon geht meistens schief.
Genauso ist es.
Fast wäre aus einem vermeinlich sicheren SS2000K mit ca. 2150 GPS Kilometer durch suboptimale Tankstopps und Routenänderung durch Schlechtwetter nur ein SS1000 geworden

Aber selbst nach diesen Berechnungen würde ich selbst nicht versuchen eine Punktlandung, nicht mehr KM als nötig, versuchen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass das schief geht, ist gross.
Gerade beim A4C kann es aber vorkommen, dass ich aufgrund meiner Fahrcharakteristik abschätzen muss, ob ich es bis zur nächsten Autobahntankstelle innerhalb der vorgeschriebenen 24 Stunden schaffe oder nicht.
Sollte es sich nicht ausgehen, muss eben bei der kommenden Tankstelle getankt werden.
Ob es sich dann dabei nur um eine sinnlose Beschäftigungstherapie für Euch (dem Verifizierungsteam) handelt oder ob ich reelle Chancen auf eine Verifizierung habe, muss bereits bei der Routenplanung erfolgen.

Deshalb ein grosses DANKE für Deine eingangs erwähnten Worte

LG - Manfred
 

Manfred

Active Member
#27
So schnell setzt ein "Iron Butt" aber keinen Flugrost an :)
Ähhhmmm ...... :oops:
Themenwechsel, bevor ich mich da in einen Wirbel reinrede ;)

Zwecks optischer Routenoptimierungskontrolle ist Euch ein Bild der gesamten Route oder ein Bild pro Teilstrecke (zwischen 2 Tank/taktischen Stopps) bei der Einreichung lieber?

LG - Manfred
 
#29
"Mein" Google Maps kann leider keine Optionenauswahl in "schnellste" und "kürzeste" Strecke. Aber ADAC.Maps kann es. Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht, und die Varianten verglichen. Ergebnis: Unterschied zwischen schnellster und kürzester sind keine 30 km. Was die Fahrzeit angeht, gerade mal 20 Minuten. Google Maps liegt streckenmäßig näher an der kürzesten Route aus ADAC.Maps.
Wenn ich den Ride vorab sorgfältig plane, inkl. Tankstopps, dann habe ich wenig Bedenken. Die im Tacho angezeigten km nutze ich nur zur Orientierung und Gegenkontrolle, maßgeblich sind die aus dem Routingprogramm am Rechner. Damit zählt unterwegs fast nur noch die eigene Fitness und das Verkehrsaufkommen.
 
#30
Das trifft natürlich nur auf "deine" Strecke zu.
In BaseCamp hatte ich schon Unterschiede von 0 km bis 150 km.
Hängt also von der jeweiligen Strecke ab und ist nicht zu verallgemeinern.
 

ts1

Active Member
#31
Das heisst, die gefahrene Strecke darf auch kürzer sein als das offizielle Minimum, solange Ihr die kurze Strecke nicht für plausibel haltet. ;)
Jetzt weiß ich, warum mir 10km mehr attestiert wurden als ich tatsächlich gefahren bin!
Schon mit meinem chinesischen 125er Roller waren Eure Geschwindigkeitsannahmen für mich unerreichbar und die Idee so einen ride mit einem noch viel kleineren Roller auch zu schaffen hat jetzt einen Hoffnungsschimmer.
Trost für Euch und alle PS-Boliden: Es ist mit einstelliger PS Zahl nicht einfacher als mit dreistelliger PS Zahl, nur weil die Route im Detail leicht unterschiedlich ist.
 
#32
Das heisst, die gefahrene Strecke darf auch kürzer sein als das offizielle Minimum, solange Ihr die kurze Strecke nicht für plausibel haltet.
Der war gut. Wo hast du das denn rausgelesen?

Jetzt weiß ich, warum mir 10km mehr attestiert wurden als ich tatsächlich gefahren bin!
Woher bitte weist Du wieviel km du "tatsächlich" gefahren bist.
Um zu wissen was du "tatsächlich" gefahren bist müsstest du ein kalibriertes Messrad montiert haben.
Du wirst bei jedem Tacho, Berechnungsprogramm, oder GPS-Track ungleiche Ergebnise bekommen.

waren Eure Geschwindigkeitsannahmen
WIR haben keine Geschwindigkeitsannahmen.
Wenn du meine Screenshots meinst, die sind aus BaseCamp.

Trost für Euch und alle PS-Boliden: Es ist mit einstelliger PS Zahl nicht einfacher als mit dreistelliger PS Zahl, nur weil die Route im Detail leicht unterschiedlich ist.
a) es ist schon klar dass es beim Langstreckenfahren nicht um Rennen geht, oder?
b) was soll einfacher sein?
 

ts1

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#33
Woher bitte weist Du wieviel km du "tatsächlich" gefahren bist.
Um zu wissen was du "tatsächlich" gefahren bist müsstest du ein kalibriertes Messrad montiert haben.
Ich weiß, wo ich langgefahren bin.
Ich verlasse mich auf den Kartenhersteller und wundere mich überhaupt nicht, dass Basecamp und google maps die gleiche Streckenlänge angeben.
Wenn Du die mutmaßliche Strecke mit einem amtlich geeichten Peiselerrad abfahren willst - bitteschön. Ich glaube aber fast, Du verlässt Dich auch auf die Kartenhersteller.
Wenn du meine Screenshots meinst, die sind aus BaseCamp.
Und die hat Einfluß auf die Routenberechnung.
(Noch viel kritischer sind Fährverbindungen, wo sonst großer Umweg erforderlich wären. Gibt es auch innerhalb Deutschlands, z.B Fähre Wischhafen-Glückstadt 11km statt 126km. Internationale Fähren können noch mehr ersparen.)
Konkretes und relativ harmloses Beispiel meiner Fahrt:
Von Ausfahrt Stadtroda über Hermsdorf Ost (Tankbeleg) nach Ausfahrt Bad Klosterlausitz sind es 13.8 km über die Autobahn und 12.6 km bei teilweiser Landstrassenbenutzung.
Ich wette, bei Deinen Einstellungen würde die Landstrasse nicht in Betracht gezogen.
Ich fuhr Landstrasse. Einmal zwecks der Abwechslung, zum anderen bringt die Autobahn bei max. 90km/h nicht sooo viel mehr als flüssige Landstrasse.
Und da gibt es noch ganz andere Abkürzungen, die für ein relativ langsames Fahrzeug durchaus in Betracht kommen.
Natürlich wird das in Summe nicht viel ausmachen, aber ein Unterschied zwischen 1610km oder 1590km halte ich für realistisch.
a) es ist schon klar dass es beim Langstreckenfahren nicht um Rennen geht, oder?
b) was soll einfacher sein?
a) das wäre ja auch verboten. Also selbst wenn es so wäre, würde man es nicht zugeben. ;)
b) _nicht_ einfacher mit relativ langsamen Fahrzeug über Landstrasse.
 

Manfred

Active Member
#34
Hallo ts1,
Ich fuhr Landstrasse. Einmal zwecks der Abwechslung, zum anderen bringt die Autobahn bei max. 90km/h nicht sooo viel mehr als flüssige Landstrasse.
Und da gibt es noch ganz andere Abkürzungen, die für ein relativ langsames Fahrzeug durchaus in Betracht kommen.
Natürlich wird das in Summe nicht viel ausmachen, aber ein Unterschied zwischen 1610km oder 1590km halte ich für realistisch..
Falls ich Dich richtig verstehe, ist Dein Problem so wie Doping.
Natürlich kann es in Deinem speziellen Fall vorkommen, dass Du, bedingt durch (im schlimmsten Fall Feldwege) eine geringere KM Anzahl absolvierst, als das Verifying Team am PC verifiziert.
Solange Du über zB 1600 KM gefahren bist, kein Problem.
Wenn Du aber 1590 hast und das Verifying Team bestätigt Dir zB 1610, dann bekommst Du die Urkunde etc.
Diese Dinge haben nicht nur einen äusseren, sondern auch einen persönlichen Wert.
Dieser ist aber in diesem Fall nicht einmal das Papier wert auf dem die Urkunde gedruckt ist.
Gut zum Angeben, sonst unbrauchbar.
Ich persönlich hätte damit das Problem, dass ich jedesmal wenn ich sie anschaue daran denken müsste, dass ich sie mir erschwindelt habe.
Jedes System hat Schwächen. Ich werde nicht gezwungen sie auszunützen.

Das hat irgendwie auch etwas mit der persönlichen Eigenverantwortlichkeit zu tun...

LG - Manfred

PS: Trotzdem toll, dass Du mit Deinem "Schnapsstamperl" (ich nehme mal an, dass es sich bei max 90 Km/h um eine 125iger handelt) das geschafft hast.
 

ts1

Active Member
#35
Als Doping würde ich eher bezeichnen, wenn ich meine 110er/125er Roller tune. (Oder meine 650er nehme.)

Ich ziele hauptsächlich darauf ab, ob es nicht auch für Fahrer _noch_ kleinerer Fahrzeuge möglich ist, als Eisenarsch zu gelten.
In den USA wurden schon rides mit 50cc zertifiziert.
Wie die das gemacht haben, weiß ich nicht.
Es ist aber ziemlich offensichtlich, dass man bei 45 oder 50km/h Höchstgeschwindigkeit schon zufällig vorhandene extreme Gravitationswellen oder Wurmlöcher braucht, um diese Distanz wirklich nur mit Hilfe dieses Fahrzeugs zurück zu legen.
Oder die Regeln sind nicht so starr, es müssen keine 1000 Meilen auf einer geodätischen Linie sein, sondern nur 1000 plausible Meilen.
Noch einfacher, wenn statt der Fährverbindung außenrum geroutet wird. Macht beim Michigansee mal eben über 400 Meilen aus.
Wenn die Regeln so wären - sei es halt so.
 
#36
Woher kommen denn die Unterschiede bei der Streckenmessung? Die unterschiedlichen Anbieter dürften doch alle auf die selben Geodaten zurückgreifen oder gibt es da unterschiedliche Quellen?
Daß Google je nach Zeitpunkt und unter Einbeziehung von Verkehrsstörungen unterschiedliche Routen vorschlägt bzw. unterschiedliche Reisedauern errechnet, ist ja nachvollziehbar.
Daß Michelin, ADAC, geodat etc. jeweils andere Vorschläge aufgrund unterschiedlicher Präferenzen / Optimierungen ermitteln, auch klar, aber die Unterschiede bei unterschiedlichen Routen müßten dann ja konsistent und damit planbar auftreten. Oder weiß einer von den dreien eher um Baustellen / Sperrungen?

Habe bei bisher 5 zertifizierten Fahrten auch Abweichungen von meinem googlebasierten Roadbook nach oben und nach unten gehabt. Da ich kein Navi / Basecamp benutze, bleibt wohl nur Puffer einbauen.
 
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